Unsere CR-Handlungsfelder
Unsere CR-Strategie definiert drei Handlungsfelder, auf die wir unser Engagement fokussieren.
Gemeinsam bessere Standards entwickeln.
Hinweise auf besondere Nachhaltigkeitsrisiken bei unseren Lieferanten oder ihren Zulieferern erhalten wir auf verschiedenen Wegen:
Bei den Lieferantenaudits führen Experten der Deutschen Telekom einen konstruktiven und vertrauensvollen Dialog mit Firmenleitungen, Fachabteilungen und Beschäftigten.
Der Ablauf eines Lieferantenaudits vor Ort.
Der konstruktive und vertrauensvolle Dialog mit Firmenleitungen, Fachabteilungen und Beschäftigten wird von Experten der Deutschen Telekom geführt. Hinzu kommen jeweils Begehungen von Gebäuden und Betriebsgelände. Von den Unternehmen wird anschließend in einem festgelegten Zeitrahmen die Erstellung eines Aktionsplans zur Behebung erkannter Mängel und Probleme erwartet. Auch die Umsetzung dieses Plans wird überprüft.
Die Ergebnisse der Audits leitet die SPWG
, die den gesamten Prozess unterstützt, an den Einkauf weiter. Die unten aufgeführte Tabelle enthält Details zu den 2008 durchgeführten Audits. Auf den verschiedenen Handlungsfeldern stellt sie die festgestellten Mängel, daraus resultierende Handlungsempfehlungen sowie weitere Informationen zu deren konkreter Umsetzung dar.
Durchgeführte Lieferantenaudits in Taiwan, China und Mexiko.
Im Jahr 2008 haben wir bei drei Unternehmen, in Taiwan, der Volksrepublik China und Mexiko, vor Ort Lieferantenaudits durchgeführt. Dabei handelte es sich um zwei aktuelle und einen potenziellen Lieferanten der Deutschen Telekom. Alle drei stellen Endgeräte für den Mobilfunk her und bereiten diese wieder auf. In Mexiko und Taiwan wurden im Rahmen der Audits vor allem Mängel bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit aufgedeckt. Die Verbesserungen wurden direkt mit den Verantwortlichen besprochen. In Taiwan waren außerdem Probleme bei den Arbeitsbedingungen, insbesondere durch überlange Arbeitszeiten, ein wichtiges Thema.
Die größten Mängel offenbarten sich in der Volksrepublik China. Insbesondere zeigte das Management eines dort besuchten Unternehmens wenig Bewusstsein und Offenheit für Nachhaltigkeitsfragen. Die Auditoren empfahlen daher dringend, in diesem Bereich größere Sensibilität aufzubauen. Das Unternehmen ist allerdings noch kein aktueller Zulieferer der Deutschen Telekom.
- Per Lieferantenselbstauskunft
- Aus Berichten etwa namhafter Nichtregierungsorganisationen (NGO)
- Aus der Presse
- Durch Informationen aus Vor-Ort-Beobachtungen
Bei den Lieferantenaudits führen Experten der Deutschen Telekom einen konstruktiven und vertrauensvollen Dialog mit Firmenleitungen, Fachabteilungen und Beschäftigten.
Der konstruktive und vertrauensvolle Dialog mit Firmenleitungen, Fachabteilungen und Beschäftigten wird von Experten der Deutschen Telekom geführt. Hinzu kommen jeweils Begehungen von Gebäuden und Betriebsgelände. Von den Unternehmen wird anschließend in einem festgelegten Zeitrahmen die Erstellung eines Aktionsplans zur Behebung erkannter Mängel und Probleme erwartet. Auch die Umsetzung dieses Plans wird überprüft.
Die Ergebnisse der Audits leitet die SPWG
Durchgeführte Lieferantenaudits in Taiwan, China und Mexiko.
Im Jahr 2008 haben wir bei drei Unternehmen, in Taiwan, der Volksrepublik China und Mexiko, vor Ort Lieferantenaudits durchgeführt. Dabei handelte es sich um zwei aktuelle und einen potenziellen Lieferanten der Deutschen Telekom. Alle drei stellen Endgeräte für den Mobilfunk her und bereiten diese wieder auf. In Mexiko und Taiwan wurden im Rahmen der Audits vor allem Mängel bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit aufgedeckt. Die Verbesserungen wurden direkt mit den Verantwortlichen besprochen. In Taiwan waren außerdem Probleme bei den Arbeitsbedingungen, insbesondere durch überlange Arbeitszeiten, ein wichtiges Thema.
Die größten Mängel offenbarten sich in der Volksrepublik China. Insbesondere zeigte das Management eines dort besuchten Unternehmens wenig Bewusstsein und Offenheit für Nachhaltigkeitsfragen. Die Auditoren empfahlen daher dringend, in diesem Bereich größere Sensibilität aufzubauen. Das Unternehmen ist allerdings noch kein aktueller Zulieferer der Deutschen Telekom.
| Thema | Größere Befunde und Anforderungen | Erzielte Verbesserungen |
|---|---|---|
| Arbeit und Ethik |
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| Arbeitszeiten | Arbeitszeiten mit zum Teil mehr als 80 Wochenstunden verletzten nationales Recht und internationale Vereinbarungen. In Interviews mit Arbeitern wurde deutlich, dass Überstunden gängige Praxis und vielfach als obligatorisch angesehen werden. Es galt daher sicherzustellen, dass Überstunden absolut freiwillig sind und in Übereinstimmung mit der heimischen Gesetzgebung sowie internationalem Arbeitsrecht begrenzt werden. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden und mehr Transparenz in Bezug auf Arbeitszeiten und Bezahlung zu gewährleisten, wurde ein transparenteres Arbeitszeitregistrierungssystem gefordert. | Überstunden finden nur dann statt, wenn diese im Voraus auf von den Beschäftigten freiwilliger Basis akzeptiert wurden. Das Management gab eine allgemeine Selbstverpflichtung ab, die Anforderungen in Bezug auf entsprechende Arbeitszeitstandards in Übereinstimmung mit den lokalen Gesetzen sowie international anerkannten Standards zu erfüllen. Es wurden transparentere Arbeitszeitsysteme einschließlich entsprechender Kontroll- und Überwachungsmechanismen eingeführt. |
| Vereinigungsfreiheit | Die Interviews mit den Arbeitern zeigten, dass einige der Beschäftigten mögliche negative Konsequenzen fürchteten, wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren. Das Management wurde aufgefordert, zur Einrichtung von Gewerkschaften zu ermutigen, um die Bedürfnisse und Rechte der Beschäftigten zu stärken. | Ein Code of Conduct (einschließlich einer Regelung zur Versammlungsfreiheit) wurde vor Ort an Schwarzen Brettern ausgehängt. Dieser ist, einschließlich der Informationen über Gewerkschaften und deren Rolle, auch Teil der Mitarbeiterschulungen. |
| Umwelt, Gesundheit und Sicherheit |
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| Notfallausrüstung | Die Standorte von Feuerlöschern waren nicht immer klar gekennzeichnet und die Funktionstüchtigkeit einiger Feuerwachen war aufgrund fehlender oder beschädigter Ausrüstung nicht sichergestellt. Beide Missstände waren zu beseitigen. | Alle Standorte von Feuerlöschern sind gut sichtbar gekennzeichnet. Die Feuerwachen wurden generell geprüft und repariert, um deren uneingeschränkte Funktionstüchtigkeit sicherzustellen. |
| Arbeitssicherheit und Gesundheit | Arbeiter in potenziell gefährlichen Bereichen, beispielsweise im Lager, trugen keine Schutzkleidung, z.B. geeignete Schuhe oder Helme. Die obligatorische Verwendung von Schutzkleidung war sicherzustellen. | Der Gebrauch von Schutzkleidung ist obligatorisch und wird von den Abteilungsleitern kontrolliert. Dies ist außerdem Teil der Mitarbeiterschulungen zu Gesundheit und Sicherheit. |
| Gefahrstoffe | Es waren keine Sicherheitsdatenblätter (Material Safety Data Sheets, MSDS) in Sprachen verfügbar, die der ethnischen Herkunft der Arbeiter entsprachen. Geeignete Übersetzungen der MSDS waren anzufertigen. | Übersetzung von MSDS in entsprechende Sprachen sowie deren Platzierung in betroffenen Arbeitsbereichen. |
| Arbeitsverletzungen und arbeitsbedingte Erkrankungen | Ein Prozess zur Handhabung von Arbeitsunfällen und/oder Verletzungen und Erkrankungen fehlte und war entsprechend einzuführen. | Einführung eines umfassenden Prozesses einschließlich Ursachenanalyse und Nachweis in Bezug auf die Vorkommnisse. |
| Wohnverhältnisse |
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| Arbeiterschlafräume | In einigen der Arbeiterschlafsäle waren die Wohnverhältnisse völlig inakzeptabel. So wohnten z. B. zwölf Menschen zusammen in einem 20-Quadratmeter-Raum ohne Tageslicht. In einigen Räumen war Schimmel an der Decke; Deckenpaneele waren zerbrochen. In einigen der Baderäume fehlten Duschköpfe. Die Deutsche Telekom forderte vom Management dringend die Verbesserung der Wohnverhältnisse der Arbeiter und bestand auf die Einleitung geeigneter Sofortmaßnahmen. | Die Überbelegung wurde umgehend abgestellt. Jetzt wohnen maximal sechs Personen in einem 20-Quadratmeter-Raum. Die zerbrochenen Deckenpaneele einschließlich der schimmligen Decken wurden ersetzt, die Duschköpfe in den Baderäumen überprüft und repariert. Aufgrund der gravierenden Auditfeststellungen, wird ein neues Schlafsaalgebäude errichtet. Dieses Gebäude wird spätestens im zweiten Quartal 2010 zur Verfügung stehen. |
| Kommunikation |
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| Mitarbeiterinformation | Die Analyse der Arbeiterinterviews offenbarte ein Informationsdefizit bei wichtigen Themen wie Freiwilligkeit von Überstunden, Überstundenbezahlung, Jahresurlaub und Vereinigungsfreiheit (Gewerkschaften) sowie im Umgang mit Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsfragen oder Fragen der Wirtschaftsethik. Um Rückmeldung und verstärkte Teilnahme von den Arbeitern zu erhalten, muss das Management den Kommunikationsprozess verbessern, z. B. durch Schwarze Bretter, Informationsveranstaltungen, Kästen für Verbesserungsvorschläge und die Bereitstellung von Intranetzugängen. | Der Kommunikationsprozess wurde überprüft. Zusätzliche Anschlagtafeln, Managementtreffen mit Arbeitern sowie Kästen für Verbesserungsvorschläge wurden eingeführt |
| Managementsysteme |
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| Schulungen | Die Arbeiterinterviews zeigten Verbesserungsbedarf beim Wissen über allgemeine Management Systeme, z.B. in den Bereichen Arbeit und Ethik sowie Umwelt, Sicherheit und Gesundheit. Um den Wissensstand zu verbessern wurde das Management aufgefordert, regelmäßige Schulungen durchzuführen und die Teilnahme aller Arbeiter sicherzustellen. | Es finden regelmäßige Mitarbeiterschulungen statt zu den Themen Arbeit und Ethik sowie Umwelt, Sicherheit und Gesundheit und zur Rolle der Gewerkschaften. Die Mitarbeiterschulungen sind dokumentiert und die Dokumentation kann durch die Personalabteilung nachgewiesen werden. Zusätzlich wurden E-Learning-Kurse zu den allgemeinen Managementsystemen eingerichtet und Mitarbeitern mit Intranet-Anschluss zugänglich gemacht. |








